Wohnen für Hilfe –
Wohnpartnerschaften zwischen Studierenden und Senior/innen

 

„Medikamente nicht vergessen.
Neue Zeitung auf dem Tisch.
Die alte Zeitung habe ich weggeworfen
Bio-Abfall wurde entleert
Schönen Tag noch J“

Diesen Zettel fand die Seniorin bei ihrem Telefon - als Gruß „ihres“ Studenten, der über‘s Wochenende weg fuhr. Er fühlte sich schon verantwortlich für die Seniorin, obwohl er erst seit zwei Wochen bei ihr wohnte. Die beiden verbindet auch kein normales Mietverhältnis – sie fanden über „Wohnen für Hilfe“ zusammen. Das Projekt vermittelt Studierende an Menschen, die Unterstützung im Alltag wünschen. Die engagierten Studierenden bezahlen als Gegenleistung keine oder eine verringerte Miete. Nebenkosten werden von ihnen übernommen. Wohnraumgeber sind meist Seniorinnen und Senioren, denen das Gefühl, dass im Notfall noch jemand in der Wohnung oder im Haus lebt, zusätzlich Sicherheit gibt.

Wie die Studierenden helfen, ist ganz individuell und wird im Voraus abgesprochen: Einkauf, Hilfe in Haus und Garten, Begleitung zu Behördengängen – vieles ist möglich. Pflegeleistungen müssen allerdings ausgeschlossen werden.

Auch Familien lassen gerne eine Studentin oder einen Studenten bei sich wohnen. Diese unterstützen dann z.B. bei der Kinderbetreuung oder den Hausaufgaben.

Der Umfang der Hilfe richtet sich i.d.R. nach der Größe des Zimmers, das zur Verfügung gestellt wird. Während heute ein eigener Fernsehanschluss kaum noch relevant ist, benötigen die Studierenden auf jeden Fall die Möglichkeit, auf das Internet zugreifen zu können.

Wer Interesse an einer solchen Wohnpartnerschaft hat, den informieren Stefanie Bienwald, und Susanne Butz von den Paritätischen Sozialdiensten gerne. Sie erreichen sie unter 0721 91230-34 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Eine Kurzvorstellung der Studierenden, die aktuell suchen, finden Sie unter www.paritaet-ka.de. Aktuelle Infos werden auf facebook.com/wfh.karlsruhe veröffentlicht.